skate.3


Die Worte “jährlicher Release” sind für Videospiel-Fans, wie Fingernägel an der Tafel! Zu viele Spiele-Serien fallen heutzutage in diese Struktur. Jährlicher Release bedeutet nichts anderes als: weniger Entwicklungszeit in bahnbrechende Features die einen die Augen ausfallen lassen und mehr Entwicklung in „Häppchenweise“ neue Features über die Jahre hinweg.

Skate.3 ist nun auch in einen solchen Rhythmus mit minimalen Neuerungen gefallen!

Für Neulinge, die gerade erst mit der Serie anfangen ist das so etwas immer ein Vorteil! Nur was ist mit den Spielern, die die Serie mitverfolgen und jeden Teil kaufen möchten??? Lieber 1-2 Spiele abwarten und dann erst zuschlagen? Für mich undenkbar!

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..:: It’s your Business

EA setzte im 3. Teil Ihrer Erfolgsserie ganz klar auf den Karrieremodus! Das Ziel hierbei ist es eine Skateboard Firma aus dem nichts zu erbauen und diese zur Weltmacht zu führen. Um eure Firme aufzubauen, müsst ihr Skateboards verkaufen – um Boards zu verkaufen, müsst ihr die Missionen und Aufgaben in Port Caverton absolvieren.

Werdet Ihr im laufe des Spieles immer erfolgreicher, müsst ihr die ersten Teamfahrer unter Vertrag nehmen. Diese könnt Ihr, dank dem guten Skater-Editor so aussehen lassen wie Ihr es wollt und mit Merchandise von euch zukleistern. – Kleiner Tipp: Hat jemand aus eurer Freundesliste auch skate.3 und hat einen Skater erstellt, könnt Ihr diesen als Teamfahrer auswählen! Die Freunde müssen Ihren Skater nicht erst separat uploaden!

Auch wenn es eine Ernüchterung für euch ist, treten eure Teammates nur selten im Spiel auf.

Die meiste Zeit seid Ihr damit beschäftigt, Challenges wie z.B. Own-The-Spot, Deathraces, Hall Of Meat und anderen Solo-Missionen zu erledigen. Die Challenges scheinen sich nach einer gewissen Zeit immer wieder zu wiederholen, nur das die Challenges an einem anderen Ort stattfindet…selbes Problem wie in Teil 1 und 2… Da man allerdings die Challenges wie gewohnt in einer beliebigen Reihenfolge abfahren kann, kann man selber darauf achten, möglichst viel Abwechslung ins Spiel zu bringen.

Besonders ins Auge stechen die neuen „TeamChallenges“ welche euer Team, gegen ein Team eines anderen Board Herstellers antreten lassen! In unterschiedlichen Spielregeln (z.B. Jam, Bester Trick, Bester Grind etc.) müsst Ihr dann eure Kameraden durch den Contest schleifen… Wenn Ihr dachtet, dass Ihr mit euren Mitspielern ein paar Profis erwischt habt, dann muss ich euch leider enttäuschen. Es fühlt sich oft so an, als würden eure „Freunde“ das erste Mal auf einem Rollbrett stehen! Und genau solche Punkte machen Sie für euer Team auch!

..:: Online Kreativität

Jede Challenge im Spiel kann Online gespielt werden! Die Black Box Studios haben den Karriere-Modus nämlich so gestaltet, dass man ihn jeder Zeit in einen Online-Modus „wechseln“ kann. Schafft Ihr z.B. eine Challange nicht, könnt Ihr diese Online spielen und euch ein paar Tricks zeigen lassen!

Die Headset Sprachqualität ist einwandfrei und Verbindungsabbrüche oder ähnliches sucht man bei skate.3 auch vergeblich. Hier zeigt EA was Sie können.

Leider scheint es so, als ob der Multiplayer-Part im dritten Teil etwas an Qualität abgenommen hat. Worauf sich im zweiten Teil so konzentriert und ausgebaut wurde, steht nun im Schatten…

Ein weiteres schönes Online Gimmick ist das „skate.feed“, welches euch ermöglicht, die Videoclips, Bilder und Grafiken von euren Freunden anzuschauen und zu bewerten. Hört sich nach dem „skate.reel“ aus skate.1 und skate.2 an, oder? Genau! Gleicher Inhalt, neue Verpackung….

Nur warum hat EA eine so große Plattform ausschließlich für die skate.3 Welt erschaffen? Es wäre theoretisch viel lustiger die selbst gedrehten Ingame-Videos z.B. bei Facebook zu posten und seinen Millionen Freunden zu zeigen!

Der Park Editor hat eine super Handhabung und lässt einen ein paar gute Parks bauen. Nur leider hat er nicht die Möglichkeiten wie z.B. ein TonyHawk-Skatepark Editor! Ein Beispiel: Das kreieren von Strecken bei ModNations Racers (welches ironischer Weise von Ex-BlackBox Mitarbeitern entwickelt wurde) bietet Millionenfach mehr Möglichkeiten und viel mehr Spielspaß als in skate.3 … Natürlich habe ich einige Stunden im dem Park-Editor verbracht und mit Freunden den eigenen Park geskatet, aber eine Langzeitwirkung hat der Editor nicht.

..:: Flick-It easy or hard!

Das Gameplay ist glücklicherweise traditionell solide! Man steuert mit dem linken Stick, trickst mit dem rechten Stick und für die Grabs an das Board sind wie immer die unteren Trigger zuständig. Die anderen Knöpfe, sind wie gewohnt belegt.

Was einem im Options-Menü sofort auffällt, ist die Kamera-Einstellung! Diese kann nun in eine „Low Camera“ (Standard) und in eine „High Camera“ (Vogelperspektive) geändert werden.

Doch nicht nur die neue Kameraperspektive bietet für Anfänger einen Vorteil! In skate.3 kann man jetzt endlich seinen eigenen Schwierigkeitsgrad auswählen! Leicht – Normal – Hardcore sind dabei die Auswahlmöglichkeiten. Die Schwierigkeitsgrade wirken sich im Spiel auf Schnelligkeit, Sprungkraft, Sprunghöhe und Genauigkeit der Sprünge(z.B. auf Geländer etc.) aus.

Besonders genial ist es, dass man die Schwierigkeitsgrade im Spiel ändern kann! Solltet Ihr also mal eine Challenge einfach nicht schaffen, einfach den Schwierigkeitsgrad ändern!

FAZIT:

Skate.3 ist außer Frage eine Enttäuschung. Zu wenige Neuerungen für über 60 €.

Wer sich die letzten 2 Teile gekauft hat, sollte sich überlegen den 3.Teil nicht auszulassen und auf das beste im 4.Teil zu hoffen. Für die Hardcore Fangemeinde ist skate.3 wie jedes Jahr ein Pflichtkauf!

Wie immer kann skate.3 durch Innovatives Gameplay, unglaublichen Soundtrack und Stundenlangem Spielspaß.

Wer sich allerdings skate.3 allerdings als 100%ig vollwertiges Sequel wünscht, ist hier falsch.


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